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Einzelsport Erwachsene  

Deutsche Meisterschaften in Bamberg

Bundestrainer Jörg Roßkopf freut sich auf Timo Boll und Co. bei den Titelkämpfen im März

Der Chef und seine Stars: Bundestrainer Jörg Roßkopf (Mitte) gibt Timo Boll (rechts) und Christian Süß wichtige Tipps. Auf alle drei können sich die Fans in Bamberg freuen. Foto: DTTB

Seit Sommer 2010 ist Jörg Roßkopf verantwortlicher Bundestrainer der Tischtennis-Herren. Der 41-Jährige übernahm nach einer überaus erfolgreichen Karriere (2. und 3. Platz bei Olympia, Weltmeister im Doppel und dreifacher Europameister) diesen wichtigen Posten und führte Deutschland gleich zum EM-Titel. Bei den Deutschen Meisterschaften der Damen und Herren, die vom 4. bis 6. März 2011 in der Stechert-Arena in Bamberg stattfinden, wird »Mr. Tischtennis« natürlich auch vor Ort sein.    

Erinnern Sie sich noch an die Deutschen Meisterschaften vor 20 Jahren? Die waren, unweit von Bamberg entfernt, in Bayreuth und die ersten gesamtdeutschen Titelkämpfe. In einem spannenden Endspiel haben Sie damals gegen ihren Doppelpartner Steffen Fetzner in fünf umkämpften Sätzen gewonnen und damit einen ihrer acht Einzeltitel geholt.

Jörg Roßkopf: Wir haben zu der Zeit oft in Bayreuth gespielt, dreimal den European Nations Cup, die German Open und eben auch die Nationalen Deutschen Meisterschaften. An speziell dieses Finale erinnere ich mich aber nicht.

Sie sind im Sommer 2010 vom erfolgreichen Spieler sehr schnell in die Verantwortung als Bundestrainer gewechselt. Wie ist es, mit Spielern zu arbeiten und die auch mal zu kritisieren, mit denen man noch vor geraumer Zeit selbst als Aktiver am Tisch gestanden war?

Jörg Roßkopf: Die Umstellung war für alle Seiten kein großes Problem. Der gegenseitige Respekt ist sehr groß. Die Sportler sind gewöhnt, in ihren Karrieren mit Kritik umzugehen. Kritik ist es auch, die sie weiterbringt in ihrer Entwicklung. Wenn alles immer nur super toll wäre, wäre es schon schwieriger.

Derzeit hat der Deutsche Tischtennis-Bund mit Timo Boll, Dimitrij Ovtcharov, Christian Süß, Bastian Steger und Patrick Baum nicht weniger als fünf Weltklassespieler in seinen Reihen und die wohl stärkste deutsche Herren-Mannschaft aller Zeiten. Kribbelt es da nicht ab und zu selbst noch in der Hand?

Jörg Roßkopf (lachend): In einer solchen Mannschaft wäre ich gar nicht drin. Die fünf sind halt wirklich sehr stark, und wir haben insgesamt elf gute Spieler im A/B-Kader, die sich alle ständig weiter entwickeln. Ich hoffe, dass sich der Druck der Spieler von Nummer sechs bis elf auf die Nummern eins bis fünf ständig erhöht. Damit spüren die führenden Spieler immer, dass gute Leute nachrücken wollen. Interne Konkurrenz ist ein wichtiger Antrieb.

In diesem Jahr steht die Einzel-Weltmeisterschaft in Rotterdam an. Kann Timo Boll dort seine erste Einzelmedaille gewinnen? Und was trauen Sie den anderen deutschen Spielern zu?

Jörg Roßkopf: Die Vorbereitung ist bisher ganz gut gelaufen, aber eine WM-Medaille ist immer schwer zu gewinnen. Es gibt viele gute Spieler dort, allein sieben Chinesen an der Spitze. Ein Weltklassemann wie Timo kann immer eine Medaille gewinnen. Für die anderen wird das Ziel erst einmal sein, die eigene Setzposition zu erfüllen. Das sollten sie zunächst mal schaffen. Überraschungen sind natürlich immer möglich.

Gehen Sie davon aus, dass das starke deutsche Herren-Quintett bei den Deutschen Meisterschaften in Bamberg am Start ist? Oder raten Sie dem einen oder anderen Spieler nach den anstrengenden Turnieren im Februar zu einer schöpferischen Pause?

Jörg Roßkopf: Ich gehe davon aus, dass alle fünf in Bamberg vor Ort sein werden. Die Deutschen Meisterschaften sind ein wichtiges Turnier in Deutschland mit starker nationaler Konkurrenz, und es geht um einen wichtigen Titel. Hier haben alle Spieler die Möglichkeit, auf sich aufmerksam zu machen.

Sehen wir Sie auch in Bamberg? Gibt es vielleicht sogar, wie bei den Titelkämpfen im Jahr 2009, ein unvorhergesehenes Doppel-Comeback mit Steffen Fetzner? 

Jörg Roßkopf: Ich werde als Bundestrainer und Beobachter vor Ort sein. Ein Spaß-Comeback im Doppel wie in Bielefeld wird es in Bamberg nicht geben. Vor zwei Jahren sind Steffen und ich wegen des Jubiläums noch einmal gemeinsam angetreten: 20 Jahre nach dem Gewinn unserer WM-Goldmedaille in Dortmund.

 

Info: Informationen zu den 79. Nationalen Deutschen Meisterschaften in Bamberg gibt es unter www.ndm2011.de. Eintrittskarten sind im Vorverkauf über www.stechert-arena.com oder über die Telefon-Hotline 0951/23837 zu erhalten.

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